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Quelle: Kieler Nachrichten, 25.10.2019 » Kieler Nachrichten

"Stadtwerke-Bilanz positiv - Wie die Stadt mehr CO² einsparen will"

Die Stadtwerke in Schwentinental wollen Elektromobilität ausbauen und auf Nahwärme setzen. Der kommunale Energieversorger mit seinen rund 3000 Gasnetzkunden und 7500 Stromnetzkunden ist oben auf: Das Jahresergebnis ist positiv."

In Sachen Elektromobilität soll in Schwentinental noch mehr in Gang kommen. „Da wollen wir uns verstärkt engagieren“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Jens Wiesemann. Heißt: Drei neue Ladesäulen sind bestellt. Noch in diesem Jahr sollen laut Wiesemann eine barrierefreie Stromtankstelle auf dem Stadtwerke-Gelände am Seebrooksberg und eine im Gewerbegebiet stehen.

Durch Blockheizkraftwerk mehr CO² einsparen: Ein wichtiger Zukunftsbaustein für den Klimaschutz in Schwentinental ist aber auch der Ausbau der Nahwärme. Im Freibad an der Jahnstraße, das die Stadtwerke betreiben, wird derzeit ein Hocheffizienzblockheizkraftwerk eingerichtet, das das herkömmliche Blockheizkraftwerk ablöst. „Es spart noch mehr CO² ein, damit werden wir noch klimafreundlicher“, unterstreicht Wiesemann. Nächstes Wärme-Projekt für eine bessere Klimabilanz: Die alte Gasheizung im Feuerwehrgerätehaus in der Bahnhofstraße wird entfernt, auch dort ist ein Blockheizkraftwerk im Bau. Die Wärme soll aber nicht nur die Feuerwehr nutzen. Sondern auch Anwohner aus der Bahnhofstraße, die derzeit noch Öl oder Gas als fossile Heizquelle haben. Die meisten Heizungen in dem Gebiet laufen mit Öl. Das soll sich aus Stadtsicht möglichst ändern, um mehr CO² einzusparen.

Im November ist eine Info-Veranstaltung dazu geplant. „Das Teuerste daran ist es, die Leitungen zu legen“, erklärt Wiesemann. Deswegen müssten sich viele Anwohner zu einer Umstellung entschließen, wenn das Projekt nicht wegen der hohen Kosten scheitern soll.

Jahresüberschuss von knapp 500.000 Euro: 70 Kunden habe man bisher angeschrieben, rund 50 positive Rückmeldungen gab es darauf immerhin schon, so Wiesemann. Der Energiemarkt ist umkämpft, Kunden achten verstärkt auf die Preise und wechseln munter zwischen den einzelnen Strom- und Gas-Anbietern hin und her. Ein Wettbewerb, der laut Wiesemann immer intensiver und härter wird – und der dazu führt, dass die erzielbaren Margen für die Anbieter sinken. Kommunale Unternehmen wie die Stadtwerke Schwentinental müssen kämpfen. Groß ist daher die Zufriedenheit über die positive Jahresbilanz, wie Aufsichtsratschef Norbert Scholtis deutlich macht. Ein Jahresüberschuss von knapp 500.000 Euro steht für 2018 zu Buche – 2017 waren es zwar noch rund 600.000 Euro, doch das rein operative Ergebnis liegt 2018 bei 840.000 Euro.

Kein "Versuchsinstitut für regenerative Energien": „Das ist einmalig in der Geschichte der Stadtwerke“, sagt Scholtis. Trotzdem kommt nicht jede Idee für mehr Klimaschutz für Schwentinental infrage. Scholtis betont: „Wir können hier kein Versuchsinstitut für regenerative Energien sein. Wir müssen auf die Wirtschaftlichkeit schauen.“ Vorbei, aber nicht vergessen, sind damit die Zeiten, als das Unternehmen im Minus war wie noch 2014/2015 und von der Körperschaftssteuer befreit war. Seit 2018 ist es wieder voll steuerpflichtig. Gut findet das Bürgermeister Michael Stremlau, der sagt: „Durch Gewerbesteuern werden die städtischen Kassen gefüllt.“ Konzessionsabgaben in Höhe von 455.000 Euro, etwas weniger als im Vorjahr, flossen an die Stadt – eine wesentliche Haushaltseinnahme, so Stremlau. Leistungen und Geld der Stadtwerke als hundertprozentig kommunaler Anbieter bleiben in der Region. Mit rund 2,2 Millionen Euro beziffert Wiesemann die finanzielle Leistungskraft.

SWS

"Der Stadtwerke-Aufsichtsrat (von links): Volker Sindt, Bürgermeister Michael Stremlau, Norbert Scholtis, Jens Wiesemann und Gerd Dieckmann freuen sich über die positive Jahresbilanz."

Quelle: Sibylle Haberstumpf

 

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